10 Tipps für einen erfolgreichen Black Friday & Cyber Monday 2021

von Sarah Böhm, 30.09.21



Für viele Shopbetreiber sind die Wochen vor Weihnachten die umsatzstärkste Zeit. Eine besonders große Rolle spielen hierbei zwei Tage: der Black Friday und der Cyber Monday. Wir zeigen Ihnen in diesem Artikel, wie Sie sich darauf vorbereiten können. 

Immer mehr Kunden haben es bereits verinnerlicht: Am Black Friday und am Cyber Monday gibt es die spektakulärsten Sonderangebote. Viele warten bereits auf diese Tage, wenn sie Weihnachtsgeschenke für Freunde und Verwandte kaufen möchten. Schnäppchenjäger sichern sich auch selbst die besten Angebote. Als Shopbetreiber bieten Ihnen diese Tage also großes Umsatzpotenzial.

Was ist der Black Friday?

Der Black Friday ist in den USA nicht nur ein beliebter Brückentag nach Thanksgiving, dem amerikanischen Erntedankfest. Er wird oft auch als Auftakt für das Weihnachtsgeschäft angesehen, da viele Amerikaner zu dieser Zeit erste Weihnachtsgeschenke online und offline kaufen. Der Black Friday 2021 findet am 26. November statt.

Mit Google Trends lässt sich ermitteln, wie häufig Internetnutzer in den letzten Jahren nach „Black Friday“ gegoogelt haben. Die Zahlen belegen, dass dieser Tag in Deutschland erst in den letzten Jahren populär wurde:

Die Entwicklung der Google-Suche von „Black Friday“ in Deutschland bis 2021

Erst seit 2015 gibt es ein nennenswertes Suchvolumen in Deutschland. Im Vergleich von 2016 zu 2019 vervierfachte er sich fast und der Trend bleibt weiterhin stark.

Im Jahr 2021 wurde erstmals festgelegt, dass der Begriff „Black Friday“ rechtlich keine Wortmarke ist und grundsätzlich von Einzelhandelsdienstleistungen für Werbung genutzt werden darf. Das lässt viele Händler aufatmen, da sie nun von diesem Suchvolumen profitieren dürfen.

Viele Geschäfte verlängern die Sonderangebote auf eine ganze Woche, die sogenannte „Black Week“ oder „Black Friday Woche“.

Was ist der Cyber Monday?

Nachdem der verkaufsstarke Black Friday vom stationären Handel initiiert wurde, haben amerikanische Onlinehändler den Cyber Monday ins Leben gerufen. An diesem Montag, der sich direkt an das lange Thanksgiving-Wochenende anschließt, locken Onlinehändler Besucher mit hohen Rabatten an. Der Cyber Monday 2021 findet am 28. November statt.

Durch amerikanische Unternehmen wie Amazon ist dieser Trend auch nach Deutschland gekommen. Bei Amazon ist es sogar der Auftakt für eine ganze Schnäppchenwoche namens „Cyber Monday Woche“.

Wie sich Onlinehändler auf den Black Friday und den Cyber Monday vorbereiten können

  1. Beim Black Friday und Cyber Monday geht es meist um Sonderangebote für einzelne Produkte. Deshalb ist einer der entscheidenden Schritte für Sie, die richtigen Produkte für die Verkaufsaktionen auszuwählen. Besonders gut geeignet sind Ihre momentanen Bestseller sowie potenzielle Weihnachtsgeschenke. Schauen Sie außerdem nach, welche Produkte sich in den letzten Jahren in der Vorweihnachtszeit besonders gut verkauft haben und prüfen Sie, ob Sie diese als Sonderangebote verkaufen können.
  2. Machen Sie Platz in Ihrem Lager, indem Sie Restbestände verkaufen. Black Friday und Cyber Monday bieten sich auch dafür an, weniger beliebte Produkte unter die Leute zu bringen.
  3. Die beste Verkaufsaktion bringt nichts, wenn niemand von ihr erfährt. Sie sollten deshalb in Ihrem Shop offensiv auf die Black-Friday- und Cyber-Monday-Angebote hinweisen. Beispielsweise können Sie auf Ihrer Startseite oder auch anderen Unterseiten Ihres Shops einen Image Slider einbinden, mit dem die Sonderangebote beworben werden. Denken Sie auch daran, Ihren Kunden die Verfügbarkeit und wichtige Infos zur Lieferung Ihrer Sonderangebote anzuzeigen.
  4. Sie können für Ihre Angebote eine eigene Landing Page erstellen, auf die Sie Ihre Kunden lenken können. Dort haben Sie dann die Möglichkeit, Ihre Angebote noch mehr in den Vordergrund zu stellen.
  5. Versenden Sie im Vorfeld der Aktionstage Newsletter, um Ihre Kunden über die zu erwartenden Angebote auf dem Laufenden zu halten. So wecken Sie im Vorfeld Spannung bei Ihren Kunden und erzeugen Vorfreude. Zum Newsletter-Versand können Sie beispielsweise Apps wie CleverReach nutzen.
  6. Stellen Sie für die verkaufsstarken Wochen vor Weihnachten sicher, dass Sie ausreichend personelle Unterstützung haben, um alle Bestellungen bearbeiten zu können.
  7. Geben Sie für die reduzierten Produkte immer auch einen Streichpreis an. So sehen Ihre Besucher direkt, wie viel Geld sie sparen.
  8. Um Frust bei Ihren Kunden zu verhindern, informieren Sie sie über den spätesten Bestelltermin, um zu garantieren, dass die Lieferung noch rechtzeitig zu Heiligabend eintrifft.
  9. Die Weihnachtstage sind im Onlinehandel nur eine kurze Verschnaufpause vor einem erhöhten Aufkommen an Bestellungen und Retouren. Nach der Bescherung geben viele Kunden das als Geschenk erhaltene Geld aus und ungeliebte Geschenke werden zurückgeschickt.
  10. Um zu sehen, wie erfolgreich Ihre Kampagne war, können Sie das Facebook Pixel in Ihren Shop integrieren, um die Klickzahlen und Buttonklicks einzusehen. Mehr Informationen zum Tool und zur Einbindung lesen Sie in unserem Blogartikel.

Wie Aktionen wie „Green Friday” gegen die Konsumschlacht steuern

Besonders in den letzten Jahren zeigt sich ein „Greta-Effekt“ im Einzelhandel; Verbraucher entwickeln sich immer mehr zu bewussten Käufern, die hinterfragen, woher die Produkte kommen und welche Auswirkungen sie auf die Gesellschaft und die Umwelt haben. Daher sollten Unternehmen ihre Markenwerte bei der Gestaltung ihrer Black Friday- und Cyber Monday-Angebote überdenken. Nachhaltige Marken können sich mit einer eigenen Herangehensweise an den Black Friday etwa gegen den Konsum auflehnen.

Ein Beispiel sind die „Super Smart Weeks“ und der „Circular Monday“ des schwedischen Online-Supermarktes Motatos, der während der Rabattwochen Lebensmittel rettet und gleichzeitig einen Rabatt von 10 Prozent an seine Kunden weitergibt. Eine andere Idee für Unternehmen ist, jene Rabatte mit Spendenaktionen zu kombinieren, um einen Teil des Gewinns in nachhaltige Projekte zu investieren.

Inzwischen unternehmen andere Marken radikale Schritte: Ein Beispiel ist Picture Organic Clothing, ein Mode-Unternehmen, das seine gesamte Marke auf Nachhaltigkeit ausgerichtet hat. Sie führen jedes Jahr eine Onlineshop-Kampagne, um ihre Kunden davon abzuhalten, am Black Friday einzukaufen. Zum Zweck dieses „Green Friday“ schließen sie in dieser Zeit sogar ihren Onlineshop, was bei bewussten Konsumenten auf Social Media auf viel Zuspruch trifft:

Der „Green Friday“ bei Picture Organic Clothing 2019

Dieser Artikel wurde im Oktober 2021 aktualisiert.

Hinweis: Dieser Artikel enthält erste rechtliche Hinweise, erhebt aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit. Er kann keinesfalls eine rechtliche Beratung im Einzelfall ersetzen.

Über den Autor


ist Content Managerin bei ePages.

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