Der Weg zur perfekten Betreffzeile für den Newsletter

von Mareike Juds (CleverReach), 07.03.18



E-Mail-Marketing liegt immer noch voll im Trend. Unser App-Partner CleverReach gibt in diesem Gastartikel praktische Tipps, mit denen Sie den Erfolg Ihres Newsletters steigern können.

Das Wichtigste an erster Stelle: Nehmen Sie sich für die Betreffzeile Zeit! Profis empfehlen, im gesamten Erstellungsprozess des Newsletters in die Betreffzeile 50 % der veranschlagten Zeit zu investieren und noch mal 50 % für den restlichen Content. Und das ist stimmig, denn der Betreff entscheidet, ob die Mail überhaupt geöffnet wird.

„Wie geht Betreffzeile“: Die 3 Basics

Erfolgreiche Kommunikation kommt heute extrem verknappt und sehr reiz- und gefühlsbetont daher. So viel Emotion wie möglich soll in so wenige Zeichen wie nötig gepackt werden. Auch Betreffzeilen von Newslettern funktionieren nach diesem Schema.

1) Das Wichtigste zuerst

  • Weniger gut: „Heute in unserem Shop – supertolle Herbstmäntel zum Spitzenpreis!“
  • Viel besser: „Happy Preise für Herbstmäntel – nur heute!“

Das Angebot – das Produkt, den Service, das Event – sollten Sie so weit wie möglich an den Anfang rücken. Vermeiden Sie Unnötiges („supertolle“, „zum“) und Offensichtliches („in unserem Shop“), dadurch wird wertvoller Platz verbraucht. Die optimale Länge eines Newsletter-Betreffs liegt bei 20 bis 40 Zeichen.

Empfehlung: Machen Sie es dem Newsletter-Empfänger leicht, liefern Sie die wichtigsten Daten auf dem Silbertablett.

2) Vermeiden Sie die Spam-Falle

Selbstverständlich wollen Sie Aufmerksamkeit erzeugen – aber nicht wie ein aufdringlicher Marktschreier. Vermeiden Sie:

  • ganze Wörter in GROSSBUCHSTABEN
  • mehrere aufeinanderfolgende Sonderzeichen (vor allem „!”, „€” oder „$”)
  • Reizwörter und typische Spam-Floskeln wie „Kostenlos“, „Bestellen Sie heute“, „Super-Special-Sonderpreis“

Nicht eines dieser Elemente allein wird den Newsletter dem Verdacht aussetzen, unseriös zu sein, aber eine Kombination dieser Bestandteile schon.

3) Verwenden Sie korrekte Rechtschreibung und Grammatik

  • „Frühlings Preise für Garten Möbel im Vintage Look“
  • „Urlaubsreif? Last Minute auf die Canaren“
  • „Wir <3 Dein Style: Jeans für die perfekte Silhouette“

In diesen Betreffzeilen stecken Fehler – mal mehr, mal weniger offensichtlich. Das wirkt sich negativ auf die Einschätzung der Vertrauenswürdigkeit des Absenders aus. Unterziehen Sie den Betreff, wenn möglich, immer einem Rechtschreib-Check. Diese Sorgfalt zahlt sich definitiv aus.

„Wie geht Betreffzeile“: 3 Tipps für die Kür

1) Verwenden Sie die Sprache Ihrer Zielgruppe

Denken Sie beim Verfassen eines Newsletters stets an eine (wenn auch fiktive) Zielperson. Das hilft beim Finden von Formulierungen, die den Empfänger bewegen und zum Öffnen verleiten.

Beispiel Wollgeschäft / Hauptmerkmal der Zielgruppe: weiblich, kreativ

  • Hier können Sie im Betreff mit Wörtern punkten, die eine sinnliche Nebenbedeutung haben. Neu eingetroffene, zitronengelbe Wolle könnte beworben werden mit: „Zitronengelb – lassen Sie sich erfrischen!“ oder „Sauer macht lustig! Zitronengelb – gut gelaunt in den Frühling!“

Beispiel Weinhändler / Hauptmerkmal der Zielgruppe: Genussmensch, Gutverdiener, anspruchsvoll

  • Die Menschen dieser Zielgruppe investieren gerne in Qualität. Sie wollen wissen, was an einem Wein besonders ist, so dass sie ihn probieren möchten: „Die besten Jungwinzer-Weine – perfekt zum Silvesterdinner“ oder „Südafrika-Tipp: Wenn die Sonne den Gaumen kitzelt“

Beispiel Babyartikel-Onlineshop / Hauptmerkmal der Zielgruppe: Glückliche Eltern

  • Junge Mütter und Väter sehen sich neuen Herausforderungen gegenüber und stehen oft unter Stress. Bieten Sie Hilfe im Alltag: „Ihr Kind zahnt? Öko-Testsieger-Beißringe, die beruhigen“ oder „Teddy, Nachtlicht & Co.: So klappt es mit dem Einschlafen“

2) Nutzen Sie die persönliche Ansprache der Empfänger

„Liebe Martina Meier, …“  –  liest die Empfängerin ihren Vor- und/oder Nachnamen, wird sie persönlich angesprochen, erhöht dies nachweislich die Wahrscheinlichkeit der Öffnung. Auch bei fehlenden Angaben zum Namen können Empfänger „persönlich“ angesprochen werden:

  • Namaste, liebe Yogis & Yoginis => Yogastudio
  • An alle Abenteurer und Entdecker => Reisebüro

3) Aktivieren und motivieren Sie den Adressaten Ihrer Mail!

Menschen sind neugierig. Empfänger werden deshalb jede Mail, die Unterhaltsames oder Wissenswertes verspricht, dankbar öffnen. Lassen Sie sich inspirieren:

Stellen Sie Fragen: „Du hast den Montags-Blues? Unsere Sommerkleider machen Glücksgefühle!“

Erfinden Sie neue Wörter: „Reiseträume“, „Glücksrezept“, „Holzkunst“, …

Wer, wie, was, warum: „Die Top 5-Gründe, warum Ihre Pflanzen immer eingehen“, „Endlich reine Haut: Lies nach, welche Beauty-Routine Julia (22) geholfen hat“

Lassen Sie Phrasen, Redewendungen und Zitate einfließen: „Lady Marmalade: Die besten Einkoch-Rezepte aus der XY-Redaktion”, „Sale ab 7 Uhr: Morgenstund hat Gold im Mund!“,

Verwenden Sie Alliterationen und Reime: Porzellan-Paradies: Traumhaftes Geschirr für deine Küche“, „Alles bunt für den Hund: Näpfe & Halsbänder in Trendfarben“

Wenn Sie das nächste Mal über einer Betreffzeile brüten – probieren Sie ein paar unserer Tipps aus und spinnen Sie sie weiter. Und … nehmen Sie sich Zeit, das hilft!

Über den Autor


arbeitet in der Abteilung Marketing & Kommunikation bei CleverReach.

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