Weihnachten 2020: Checkliste für Ihren Onlineshop

von Kristof Maletzke, 23.09.20



Alle Jahre wieder freuen sich Onlinehändler auf das Weihnachtsgeschäft, denn die letzten Monate des Jahres sind für viele Händler die umsatzstärkste Zeit. Unsere Checkliste hilft Ihnen dabei, Ihren Shop optimal auf die kommenden Wochen vorzubereiten und so Ihren Umsatz zu maximieren.

Die richtige Planung

Ihre Aktivitäten in der Vorweihnachtszeit sollten gut geplant sein. Wichtig ist vor allem der Lagerbestand. Nichts ist ärgerlicher als entgangener Umsatz, weil einzelne Produkte Ihres Shops früh ausverkauft sind und Sie keinen Nachschub mehr besorgen können. Außerdem sollten Sie sicherstellen, dass es in der Vorweihnachtszeit keine personellen Engpässe gibt und Sie im schlimmsten Fall nicht mehr mit dem Versenden der Pakete nachkommen.

Vergessen Sie bei der Zeitplanung auch nicht den Black Friday (27. November 2020) und den Cyber Monday (30. November 2020). Viele Kunden warten auf diese Tage, wenn sie online Weihnachtsgeschenke zum Schnäppchenpreis kaufen möchten. Bitte beachten Sie dabei aber unbedingt, dass die Nutzung des Begriffs Black Friday aus markenschutzrechtlichen Gründen problematisch sein kann, wie zum Beispiel der Handelsverband Bayern berichtet.

Passende Produkte finden

Eine grundlegende Frage ist, auf welche Ihrer Produkte Sie im Weihnachtsgeschäft den Fokus legen möchten. Traditionell geht es hierbei natürlich um Geschenke. Überlegen Sie also, welche der Produkte aus Ihrem Sortiment sich besonders gut verschenken lassen. Neben Geschenken sind im Weihnachtsgeschäft auch saisonale Produkte wie Christbaumschmuck, Geschenkpapier oder Lebkuchen beliebt. Doch auch, wenn Sie weder typische Geschenke noch saisonale Produkte verkaufen, können die Wochen vor Weihnachten besonders erfolgreich für Sie werden. Schließlich steigt allgemein die Kauflaune und viele Kunden gönnen sich selbst etwas.

Werfen Sie auch einen Blick zurück auf die letzten Jahre. Welche Produkte liefen in der Weihnachtszeit besonders gut und haben Ihnen am meisten Umsatz gebracht? Was hat weniger gut funktioniert? So können Sie aus Ihren Erfahrungen lernen und Ihren Kunden genau das bieten, was diese wollen.

Restposten verkaufen

Onlinehändler haben oft Produkte, die sie besonders gerne abverkaufen möchten. Dazu gehören zum Beispiel Restposten oder Produkte, die bei den Kunden weniger beliebt sind. In der Weihnachtszeit lassen sich oft auch solche Waren verkaufen – insbesondere, wenn es einen Preisnachlass gibt.

Eigene Kategorie zu Weihnachten

Fügen Sie Ihrem Shop eine neue Kategorie hinzu, wie zum Beispiel „Geschenkideen“, in der Sie alle passenden Produkte listen. Das macht es Ihren Kunden leichter, Geschenke zu finden. Diese Kategorieseite können Sie auch für Ihre Werbekampagnen nutzen und direkt darauf verlinken. Je nach Shop kann es sinnvoll sein, gleich mehrere solcher Kategorien zu erstellen – zum Beispiel „Geschenke für Herren“ und „Geschenke für Damen“.

Mit dem Image Slider zeigen Sie Ihren Kunden auf den ersten Blick, wo sie Geschenkideen finden

Gestaltung des Shops

Im Editor Ihres Shops finden Sie vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Vor allem der Image Slider eignet sich, um Besucher auf der Startseite oder anderen Unterseiten Ihres Shops auf Ihre Weihnachtsaktionen hinzuweisen. Nutzen Sie dazu auch die Möglichkeit, Texte und Buttons auf dem Bild anzeigen zu lassen und die Nutzer so zum Beispiel in Ihre Weihnachtskategorie(n) zu lotsen.

Sie können im Header Ihres Shops Ihre sogenannten USPs anzeigen lassen – zum Beispiel kostenlosen Versand. Überlegen Sie sich, welche Aspekte für die Kunden in der Vorweihnachtszeit besonders wichtig sein könnten und stellen Sie diese dann im Header dar. Beispiele wären „60 Tage Rückgaberecht“, „Garantierte Lieferung bis Heiligabend“ oder „10% Weihnachtsrabatt auf alle Produkte“.

Preise ändern

Natürlich können Sie die Preise der Produkte Ihres Shops in der Weihnachtszeit unverändert lassen. Mittlerweile sind es Kunden aber gewohnt, in dieser Zeit Schnäppchen zu machen. Sie können auch die bis Ende Dezember geltende Mehrwertsteuersenkung an Ihre Kunden weitergeben.

Wenn Sie Preise senken, geben Sie die vorherigen Preise im Administrationsbereich unbedingt als Streichpreise an. Dann sehen Ihre Kunden auf den ersten Blick, dass sie beim Kauf der Produkte Geld sparen.

Durch die Wahl der richtigen Versandmethoden bieten Sie Ihren Kunden Komfort bei der Lieferung

Versandmethoden und -optionen

Bringen Sie in Erfahrung, bis zu welchem Datum Sie Ihren Kunden pünktlichen Versand bis Heiligabend garantieren können. Anschließend sollten Sie diese Information prominent in Ihrem Shop bewerben – zum Beispiel in den USPs im Header oder im Image Slider auf der Startseite. Auf der Seite zu den Versandmodalitäten, die im Footer verlinkt ist, können Sie Ihren Kunden genauere Informationen dazu bieten.

Besonders gut kommt auch kostenloser Versand an – entweder für alle Bestellungen oder wenn eine bestimmte Freigrenze erreicht wird. In letzterem Fall können Sie zum Beispiel definieren, dass für alle Bestellungen mit einem Warenkorbwert über 50 Euro keine Versandkosten anfallen.

Verlängertes Rückgaberecht

Das Thema Rückgabe beschäftigt viele potenzielle Käufer. Leider kommt es ja mitunter vor, dass ein Geschenk doch nicht so gut ankommt wie erhofft. Um Ihren Kunden die Angst davor zu nehmen, können Sie verlängerte Rückgabefristen einräumen, die über das gesetzlich bestimmte Maß hinausgehen. Eine einfache Lösung ist es zum Beispiel, wenn alle Produkte, die im Dezember gekauft werden, bis zum 31. Januar zurückgegeben werden können.

Das Vertrauen in den Shop steigern

Wenn ein Kunde noch nie in Ihrem Shop bestellt hat, macht er sich vielleicht Sorgen, die bestellten Produkte nicht rechtzeitig zu erhalten und dann am Weihnachtsabend mit leeren Händen dazustehen. Deshalb sollte Ihr Shop unbedingt einen vertrauenswürdigen Eindruck machen. Trust-Siegel wie das von Trusted Shops helfen hierbei. Außerdem können Sie auf Ihrer „Über uns“-Seite einen Blick hinter die Kulissen Ihres Geschäfts gewähren und so zeigen, dass es sich nicht um einen Abzockershop handelt. Bieten Sie auch einfache Kontaktmöglichkeiten und geben Sie für Nachfragen der Kunden Ihre Telefonnummer an.

Der virtuelle Adventskalender

Besonders attraktiv für Kunden ist ein virtueller Adventskalender. Dieser ist mit viel Arbeit für Sie verbunden, aber kann sich schnell bezahlt machen. Präsentieren Sie auf der Startseite Ihres Shops jeden Tag aufs Neue ein oder mehrere reduzierte Produkte. Das sorgt für Spannung bei Ihren Kunden und im besten Fall werden sie in der Vorweihnachtszeit täglich in Ihren Shop kommen, um die neuesten Angebote zu sehen. Denken Sie daran, den Adventskalender auch auf Ihren Social-Media-Seiten bekannt zu machen.

Countdown bis Weihnachten

Mit der App Countdown Timer können Sie einen Countdown in Ihren Shop einbauen, mit dem die Tage bis Weihnachten gezählt werden. Alternativ können Sie im Timer auch anzeigen lassen, wie viel Zeit den Kunden noch bis zur rechtzeitigen Bestellung bleibt.

Sie können auch Flyer herstellen, mit denen Sie auf Ihre Weihnachtsaktionen hinweisen

Gutscheincodes verteilen

Mit der ePages-Shopsoftware können Sie ganz einfach Gutscheincodes erstellen, die Sie dann an Ihre Kunden verteilen können. Die Kunden sparen bei ihrem Einkauf dann entweder einen zuvor festgelegten Betrag (z.B. 5 Euro), erhalten einen prozentualen Rabatt oder müssen keine Versandkosten bezahlen. Bewerben Sie Gutscheincodes zum Beispiel auf Facebook oder über den Image Slider auf der Startseite Ihres Shops.

Als Enddatum für die Gültigkeit der Gutscheine können Sie den 23.12. definieren und so festlegen, dass diese wirklich nur vor Weihnachten genutzt werden können. Ein kleiner Trick: Erstellen Sie für jeden Ihrer Werbekanäle einen eigenen Gutscheincode – z.B. „Facebook2020“ oder „Instagram2020“. So können Sie im Anschluss genau nachvollziehen, welche Codes am meisten genutzt wurden und welche Ihrer Kampagnen am erfolgreichsten waren. In der ePages-Shopsoftware lassen sich Gutscheine übrigens auch auf einzelne Produkte beschränken.

Newsletter versenden

Haben Sie schon eine Liste mit Newsletter-Abonnenten, denen Sie spannende Weihnachtsangebote unterbreiten können? Falls nicht, sollten Sie schnellstmöglich damit anfangen, Abonnenten zu sammeln. Mit Apps wie Sendinblue können Sie regelmäßig Mails versenden, um Ihre Kunden auf Ihre Weihnachtsaktivitäten hinzuweisen.

Suchmaschinenmarketing anpassen

Viele Onlinehändler verpassen die Chance, ihre Google-Anzeigen für die Weihnachtszeit anzupassen. Deshalb können Sie sich hiermit einen großen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Mit Google Ads können Sie genau definieren, zu welchen Suchbegriffen Kunden Ihre Anzeigen sehen sollen. Überlegen Sie, Keywords wie „Geschenk“ zusätzlich zu Ihren normalen Keywords mit anzugeben. Erwähnen Sie in Ihren Anzeigen zum Beispiel auch, dass Bestellungen garantiert bis Heiligabend ankommen.

Für das Finden der richtigen Keywords versuchen Sie, sich in Ihre Kunden zu versetzen. Was gibt jemand bei Google ein, der eines der Produkte Ihres Shops als Geschenk kaufen möchte?

Optimieren Sie Ihren Shop auch für die organische Google-Suche, indem Sie die entsprechenden Keywords in den Texten und Kategorienamen Ihres Shops verwenden.

Cross-Selling für mehr Verkäufe

Die Cross-Selling-Funktion Ihres Shops kann Ihnen dabei helfen, Ihre Kunden zum Kauf weiterer Produkte zu bewegen. Wenn Sie also zum Beispiel Tennisschläger verkaufen, können Sie dazu gleich die passenden Bälle anbieten, die dann auf der Produktseite des Schlägers mit angezeigt werden.

Den App Store nutzen

Im App Store Ihres Shops finden Sie viele praktische Apps für die verschiedensten Anwendungsfälle. Sie können zum Beispiel mit Sendcloud Ihren Versand optimieren, mit Smartsupp eine Chatfunktion in Ihren Shop einbinden oder mit CleverPush Push-Nachrichten an Ihre Kunden schicken. Vielleicht lohnt es sich also für Sie, dem App Store mal wieder einen Besuch abzustatten und nachzusehen, ob es nützliche Apps für Ihr Weihnachtsgeschäft gibt.

Was Sie nach Weihnachten nicht vergessen sollten

Am 27. Dezember blicken Sie hoffentlich auf eine erfolgreiche Weihnachtszeit und hohe Umsätze zurück. Bevor Sie selbst die Tage zwischen den Jahren entspannt genießen können, sollten Sie unbedingt alle weihnachtlichen Elemente Ihres Shops entfernen. Dazu gehören zum Beispiel Inhalte im Image Slider oder speziell angelegte Weihnachtskategorien. Denken Sie auch daran, eventuell geänderte Preise wieder zu ändern.

Über den Autor


ist Communications Manager bei ePages.

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