Optimierung von Such- und Filterfunktionen mittels Crowdsourcing

von Ines Maione (Clickworker), 22.03.17



Such- und Filterfunktionen sind in Onlineshops heute zum Standard geworden. Beide Funktionen sind maßgeblich für die Usability der Shops und zählen damit zu den wichtigen Erfolgsfaktoren im E-Commerce. In diesem Gastartikel zeigt Ihnen Ines Maione von clickworker, wie Sie Ihren Kunden mit Hilfe von Crowdsourcing eine noch effektivere Suche anbieten können.

Während sich die User früher über Navigationsmenüs bis zu den gewünschten Unterseiten vorgehangelt haben, wird heute zumeist die Suchfunktion des Shops genutzt. Daher ist es wichtig, dass diese optimal funktioniert und die User direkt und einfach zu passenden Ergebnissen führt. Andernfalls kann der User über den ersten Misserfolg seiner Suche frustriert und der Besuch im Onlineshop schnell beendet sein. Erhält er jedoch passende Ergebnisse angezeigt, ist er zufrieden und führt seinen Shoppingvorgang fort. Meist möchte er die ihm angezeigten Ergebnisse dann noch weiter einschränken, um am Ende nur noch auf seine Vorstellungen abgestimmte und zu 100% passende Produkte angezeigt zu bekommen. Hierfür ist die Bereitstellung von möglichst vielfältigen Filterfunktionen notwendig.

Wenngleich sowohl die Qualität der Such- als auch Filterfunktionen bekanntermaßen sehr relevant für die Zufriedenheit der Kunden mit dem Shop ist, ist diese oftmals noch optimierungsbedürftig. Das hat auch eine Umfrage und Studie des ECC ergeben.

Anreicherung der Produktdaten mittels Crowdsourcing

Die ePages-Shopsoftware bietet eine komfortable Filtersuche, die so gut wie keine Kundenwünsche offenlässt. Das Problem liegt meist in den dahinterliegenden Produktdaten. Diese sind häufig zu dürftig, die Begriffe zu technisch, einfältig und nicht dem Wording des Users angepasst. Die User suchen unter Umständen nach ganz anderen Begriffen und nicht nach dem Begriff, der für das Produkt hinterlegt wurde. Zum Beispiel sucht der User nach einem „Hoody“, für das Produkt wurde aber lediglich die Bezeichnung „Kapuzen-Sweatshirt“ hinterlegt. Das Ergebnis: 0 Suchtreffer und ein Shop-Besucher weniger. Um das zu vermeiden, ist es wichtig, möglichst umfangreiche Informationen zum Produkt im System zu hinterlegen, auf die das Suchfunktions-Tool zurückgreifen kann. Beim Erstellen und Aufbereiten dieser Daten können die Services von Crowdsourcing-Anbietern wie clickworker GmbH eingesetzt werden, um das Projekt möglichst effizient umzusetzen. Im Folgenden finden Sie einige Beispiele dafür.

Synonyme und Umschreibungen

Zu jedem angebotenen Produkt können die Crowdmitglieder befragt werden, was sie in die Suchmaske eingeben würden, wenn Sie auf der Suche nach diesem Produkt wären. Hierbei können sowohl mögliche Synonyme, regional gebräuchliche Ausdrücke als auch kurze Umschreibungen von der Crowd abgefragt und den Produktdaten hinzugefügt werden. Auch Bezeichnungen, die Rechtschreibfehler enthalten, sind zur Aufnahme zu den Produktdaten in Erwägung zu ziehen, sofern es sich um häufig gemachte Fehler handelt.

Digitalisierung von Produktdaten

Oft sind Informationen zum Produkt in großen Dateien versteckt. Crowdmitglieder können sie aus den vorliegenden Dateien einzeln extrahieren und digitalisieren. Dateien, die zur Extrahierung in Frage kommen, sind beispielsweise PDF-Dokumente, Bilder von Produkten und Verpackungen, aus denen sich Daten zum Produkt ablesen lassen, oder auch Videos, die Informationen zum Produkt beinhalten. Zur Absicherung der Qualität wird jeder sogenannte Job von mindestens zwei Crowdworkern bearbeitet. Stimmen die Ergebnisse überein, so gilt das Ergebnis als korrekt.

Beispielhafte Aufgabenansicht eines Crowdworkers im Workplace von clickworker.

Kategorisierung von Produkten

Für die Suchfunktion, aber auch zum Aufsetzen von Filterfunktionen, müssen alle Produkte im Shop den korrekten Shop-Kategorien zugeordnet werden und die Artikel-Attribute wie zum Beispiel Farbe, Material, Marke und Größe gesetzt werden. Je nach Angebot des Shops, können diese sehr unterschiedlich ausfallen. So kommen bei einem Anbieter von Bekleidung beispielsweise noch Attribute wie Art des Halsausschnittes, Kragen, Knopf- oder Reisverschluss, kurze oder lange Ärmel etc. hinzu. Die Crowdmitglieder können alle Produkte anhand von Produktfotos im Shop gesetzten Kategorien sowie den passenden Attributen zuordnen.

Filterfunktionen auf Konkurrenzseiten

Welche Filter gesetzt werden sollen, hängt natürlich von dem jeweiligen Shop beziehungsweise dem Angebot im Shop ab. Es muss geklärt werden, welche Facetten und Ausprägungen sich zur Beschreibung der angebotenen Produkte eignen. Hierbei werden die Objekte nach Gemeinsamkeiten untersucht, die als Facetten in Frage kommen. Doch auch, wenn man eine Liste an geeigneten Facetten erstellt hat, macht es Sinn, diese mit den gesetzten Filtern bei der Konkurrenz noch einmal abzugleichen und gegebenenfalls zu ergänzen. Je mehr Möglichkeiten der Kunde hier hat, desto besser kann er seine Suche eingrenzen und gelangt so schnell zu einer Auswahl an Produkten, die seiner Suche und seinen Vorstellungen genau entsprechen. Die Crowdmitglieder können nach Ihren Vorgaben auf den Seiten Ihrer Konkurrenz zu jeder Produktart die dort gesetzten Filter recherchieren und für Sie auflisten.

Durch die Optimierung der Such- und Filterfunktion werden sowohl die Customer Experience als auch die daraus folgende Conversion-Rate maßgeblich positiv beeinflusst. Nicht zu unterschätzen ist auch die Möglichkeit, sich durch vielfältige Fein- und Sucheinstellungen im Shop von der Konkurrenz positiv abzuheben und am Markt zu etablieren.

Clickworker finden Sie im ePages App Store, wenn Ihr Provider diese App aktiviert hat.

Über den Autor


ist Marketing Managerin bei clickworker.

Ähnliche Beiträge


Kommentare


Keine Kommentare vorhanden

Teilen Sie uns ihre Meinung mit


*Pflichtfeld

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.