Repricing im E-Commerce - eine Einführung

von Maren Ritzheim (Patagona), 13.09.19



Für die meisten Kunden ist der Preis eines der ausschlaggebenden Kriterien, wenn sie sich für den Kauf in einem Onlineshop entscheiden. Die Konkurrenz ist oft nur einen Klick entfernt. Deshalb lohnt es sich für Händler, sich mit den Preisen der Konkurrenz auseinanderzusetzen. In diesem Gastartikel von Patagona erfahren Sie mehr dazu. 

Das Wort “Repricing” kann mit dem Begriff der “Preisoptimierung” ins Deutsche übersetzt werden. Es beschreibt demnach einen Prozess, dessen Ziel es ist, den optimalen Verkaufspreis eines Artikels zu berechnen. Dieser Preis ist genau dann optimal, wenn der Artikel maximalen Gewinn generiert.

Dieser optimale Preis wird berechnet, indem er die verschiedenen Phasen des Repricing-Prozesses durchläuft.

  1. Marktbeobachtung – alle relevanten Preise identischer Artikel im Wettbewerb werden erfasst. Dies geschieht meist über die artikelspezifischen GTINS oder über die Artikelbeschreibung.
  2. Repricingstrategien – basierend auf speziellen Strategien wird der optimale Preis berechnet. Diese Strategien können beispielsweise den Bestprice zum Ziel haben, die Marge erhöhen oder der Markenbildung dienen. So sind auch große Warensortimente leicht beherrschbar.
  3. Preisexport – der neu berechnete Artikelpreis wird im Onlineshop aktualisiert.

Dieser Repricing-Prozess sollte je nach Bedarf circa einmal täglich ablaufen, um die Verkaufspreise stets aktuell zu halten. Durch ein koordiniertes und strukturiertes Repricing kann der Gewinn eines Onlineshops um ein Vielfaches gesteigert werden.

Ab einer gewissen Größe des Warensortiments lohnt sich daher schlichtweg aus Zeitgründen die Nutzung eines Repricing-Tools. Dieses Tool vergleicht nach den ersten Justierungen selbstständig alle relevanten Verkaufspreise auf den verschiedenen Portalen.

Wo findet Repricing statt?

Diese Frage ist von jedem Onlineshop selbst zu beantworten. Denn Repricing findet stets auf den Portalen statt, auf denen die Artikel eines Shops verkauft werden. Zu den beliebtesten Portalen zählen zum Beispiel Amazon, Ebay, Idealo oder Google Shopping.

Ein Artikel kann dabei auf mehreren Portalen gleichzeitig angeboten werden, und sollte demnach auch für jedes Portal individuell im Preis optimiert werden.

Warum Repricing auf Google Shopping und Idealo immer wichtiger wird

Die unterschiedlichen Marktplätze und Preisvergleichsseiten haben alle besondere Eigenschaften, die für Kunden – aber auch Onlinehändler je nach Fokus interessant sind. Der Big Player Amazon ist vor allem für die extremen Niedrigpreise bekannt. Händler werden hier oft von starker Konkurrenz zu einem Preis außerhalb ihres Minimalpreises gedrängt. Auf diesem preisgetriebenen Portal gilt die Devise: wer den Artikel am günstigsten anbieten kann, bekommt meist den Zuschlag. Tägliche Preisoptimierung ist von diesem Marktplatz kaum mehr wegzudenken.

Doch auch auf anderen Portalen, wie zum Beispiel Google Shopping oder Idealo wird Repricing immer wichtiger.

Google Shopping

Google Shopping ist eine Suchmaschine für Verkaufsprodukte. Kunden können hier ihre Suchanfrage an Google stellen, und bekommen als Ergebnis kleine Boxen mit Bild, Preis und Kurzinformation über dem Artikel angezeigt.

Diese Produktanzeigen können vom Nutzer individuell gefiltert werden. Hier kann unter anderem auch eingestellt werden, dass die Produktanzeigen nach dem günstigsten Preis sortiert werden. Aus diesem Grund sollten Händler, die auf Google Shopping vertreten sind, eine regelmäßige Preisoptimierung vornehmen, um möglichst schnell auf die Preisänderungen der Wettbewerber reagieren zu können.

5 Tipps für die Präsentation Ihrer Artikel auf Google Shopping

  1. Die Preise Ihrer Wettbewerber stets im Auge behalten und Ihre Preise ggf. anpassen
  2. Ihre Produktdaten regelmäßig optimieren
  3. Die Anzeigen mit einem Titel versehen, der wichtige Keywords enthält und sofort ins Auge sticht
  4. Auf die richtige Einordnung der Artikel in die jeweilige Kategorie achten
  5. Ansprechende Bilder nutzen, die Aufmerksamkeit erregen

Idealo

Idealo zählt in Deutschland zu den beliebtesten Preisvergleichsseiten und gehört auch in vielen Ländern der EU zu den wichtigsten Umsatzkanälen im E-Commerce. Auf diesem Online-Portal können Nutzer die Preise verschiedener Anbieter vergleichen und sich für den attraktivsten entscheiden. Durch den Klick auf das Angebot gelangt der potenzielle Kunde zum Onlineshop des Händlers.

Oft ist auch hier die Bestprice-Strategie von Vorteil. Die Nutzer von Idealo verwenden dieses Portal meist zum reinen Preisvergleich. Onlinehändler sind also gut beraten, ihre Verkaufspreise auch, oder gerade auf dieser Preisvergleichsseite zu optimieren.

Um möglichst hohe Klickzahlen, und damit Käufe, zu erreichen, sollten Sie auf Preisvergleichsseiten versuchen, möglichst einen der niedrigsten Preise anzubieten.

Für die richtige Preissetzung ist eine kontinuierliche Marktbeobachtung, z.B. aller anderen Idealo-Händler erforderlich. Nur so erkennen Sie Preisänderungen rechtzeitig, können schnell darauf reagieren und eine entsprechende Preisoptimierung auf der jeweiligen Preisvergleichsseite vornehmen.

Jedoch birgt die Bestprice-Strategie auch Risiken: ist der Preis zu niedrig, können anfallende Kosten evtl. nicht mehr gedeckt werden. Außerdem sollte der Verkaufspreis hoch genug sein, um Gewinne zu generieren. Der optimale Preis liegt also zwischen diesen beiden Extremen und ist nur mit einer perfekt ausgerichteten Repricing-Strategie zu erreichen.

Um eine solche Strategie genau auf den eigenen Onlineshop anzupassen, empfiehlt sich die Nutzung eines Repricing-Tools.

Die Repricing-Lösung

Mithilfe eines Repricing-Tools kann eine regelmäßige Marktbeobachtung mit der automatischen Anpassung der Verkaufspreise verbunden werden. Mit unserem Tool, dem Pricemonitor, ist die tägliche Preisoptimierung kinderleicht. Sie als Onlinehändler können hier verschiedene Preisstrategien für Ihre Artikel wählen, sodass auch große Warensortimente leicht zu verwalten sind. So sind Sie auf den Portalen Ihrer Wahl immer mit dem optimalen Verkaufspreis vertreten.

Was Sie benötigen, um Ihren Onlineshop mit dem Pricemonitor zu verbinden

 Eine Artikelliste (komplettes Sortiment oder Teilsortiment) muss zur Verfügung gestellt werden. Darin enthalten sollte sein:

  • GTIN oder EAN-Code
  • Artikelbeschreibung/ -titel
  • Referenz-Preis (meist UVP)
  • Minimalpreis
  • Maximalpreis

Hilfe hierzu können Sie vom Patagona-Support erhalten.

Nach einem kurzen Self-Setup ist Ihre Testversion einsatzbereit.

Über den Autor


ist Marketing Manager bei Patagona.

Kommentare


Keine Kommentare vorhanden

Teilen Sie uns ihre Meinung mit


*Pflichtfeld