hansemann.de: Trotz Alltagstress zum erfolgreichen Webshop

von Patrick Schroeder, 11.12.19



Anspruchsvoller Job und alleinerziehende Mutter: Trotzdem hat Imme Hansemann es geschafft, mit hansemann.de ihren Traum vom eigenen Onlineshop zu verwirklichen. Im Interview mit unserem Partner STRATO erzählt sie von ihren Erfahrungen mit der Webshop-Lösung, die auf der ePages-Software basiert.

Hi Imme, wie bist Du auf die Idee gekommen, einen Webshop für Bastelbedarf zu gründen?

Meine Oma hatte auf einem Dorf in der Nähe von Hannover 50 Jahre lang einen kleinen Laden für Schreib- und Spielwaren. Als sie krank wurde, habe ich das Geschäft übernommen. Ganz grün hinter den Ohren war ich nicht, in meiner Jugend habe ich eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau gemacht. Die erste Zeit als Ladenbesitzerin war schön. Ich habe meiner Kreativität freien Lauf gelassen, das Sortiment erweitert, unter anderem um Schulbücher und Bastelbedarf.

In den Folgejahren ist dann aber die Frustration gewachsen. Die Kaufkraft in der Region ging zurück, es kamen weniger Kunden. Ich musste etwas verändern. Mein Traum ist es gewesen, einen eigenen Onlineshop für Bastelbedarf zu gründen und das Ladengeschäft aufzugeben. Das erschien realistisch. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt schon einen Blog, der in der Bastelcommunity bekannt war. Und immer mehr Leser fragten mich, wo sie denn meine Bastelutensilien kaufen könnten.

Die Startseite von hansemann.de

Wie hast Du den Webshop technisch umgesetzt?

Das war zunächst eine Herausforderung. Ich gehöre zur Generation, die ohne Computer aufgewachsen ist. Meine technischen Vorkenntnisse sind entsprechend gering. Hinzu kommt: Mein Alltag verlangt mir einiges ab. Ich bin alleinerziehende Mutter einer 16-jährigen Tochter mit Down-Syndrom. Das lässt mir wenig Zeit, mich in komplizierte Shopsysteme einzuarbeiten. Und ich habe kein Budget, eine Agentur mit dem Bau eines Onlineshops zu beauftragen.

Umso erleichterter war ich, als ich die Webshop-Lösung von STRATO gefunden habe. Sie lässt sich auch von Technik-Laien bedienen – ohne fremde Hilfe. Ich kann Produkte schnell und einfach im Shop anlegen. Mittlerweile habe ich über 7.000 Artikel im Sortiment, darunter eine riesige Papierauswahl, Farben und Stempel. Gelagert sind die Produkte in einem alten Bauernhaus in der Nähe von Hannover, in dem ich mit meinen Eltern wohne.

Hat Erfolg mit einem eigenen Webshop für Bastlerbedarf: Die 49-jährige Imme Hansemann aus Springe in der Nähe von Hannover.

Welche Funktionen des Webshops gefallen Dir am besten?

Für mich ist es wichtig, dass sich der Shop auch mit Smartphone und Tablet bedienen lässt. Denn 99 Prozent meiner Kunden sind Frauen, die beim Onlineshoppen meistens mobile Endgeräte nutzen. Der Shop erkennt, mit welchem Gerät der Besucher unterwegs ist und passt sein Format automatisch an. Das nennt man Responsivität – eine Funktion, die längst nicht alle Shopsysteme mitbringen. Ohne diese Eigenschaft wäre der Webshop auf einem Smartphone kaum zu nutzen, die Kunden würden abspringen.

Was ich an der Lösung von STRATO außerdem schätze: Die Möglichkeit, Design und Aufbau des Shops schnell zu verändern. Ich bin grafisch orientiert und möchte, dass alles schön und aufgeräumt aussieht. Um beispielsweise auf einer Seite einen Slider mit Produktbildern hinzuzufügen, ziehe ich den Slider im Editor einfach an die gewünschte Stelle. Der Shop hilft mir sogar dabei, einen Überblick über den Warenbestand zu behalten. Integriert ist ein Warenwirtschaftssystem, das mich warnt, wenn ein Artikel ausgeht. Und ich kann Zeit sparen, indem ich Rechnungen direkt im System schreibe.

Welche Tipps würdest Du Webshop-Gründern mit auf den Weg geben?

Tipp Nr. 1: Setzt Produkte richtig in Szene. Gute Produktfotos sind unglaublich wichtig – mit ihnen steht und fällt der Erfolg des Geschäfts. Die Bilder müssen qualitativ hochwertig sein und Kunden genau das zeigen, was sie kaufen.

Tipp Nr. 2: Zeige Kunden, was Produkte können. Neben Fotos präsentiere ich meine Waren auch mit Beschreibungen. Ich erkläre den Menschen, wie die Artikel funktionieren, und gebe Anwendungstipps. Auch Cross-Selling ist empfehlenswert. Dabei platziert man unter dem Produkt passende Zusatzartikel.

Tipp Nr. 3: Eröffne zusätzliche Schaufenster. Dafür solltest Du einen Blog starten und ein Social-Media-Netzwerk aufbauen. Ich habe auf meinem Blog beispielsweise eine Anleitung veröffentlicht, wie man einen Geschenkanhänger baut – mit Verlinkungen zu den Produkten. Solche Beiträge poste ich dann auf Instagram, Facebook und Pinterest, die wichtigste Plattform in der Kreativszene. Potentielle Kunden gelangen über Links in diesen Beiträgen in den Webshop.

Was planst Du für die Zukunft?

Derzeit schwanken meine Umsätze je nach Saison. Im Sommer basteln Leute weniger, zu Weihnachten beginnt die Hochsaison. Zudem ist die Konkurrenz durch die vielen kleinen Bastelshops sehr stark. Mein Ziel ist es, über das Jahr verteilt einen gleichmäßigen Umsatz zu generieren, von dem meine Tochter und ich gut leben können.

Vielen Dank für das Gespräch, Imme!

Das Interview wurde zuerst im STRATO-Blog veröffentlicht.

Über den Autor


ist freiberuflicher Journalist für Zeitschriften und Onlinemagazine.

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