Effektives Design: 5 Eigenschaften, die einen modernen Onlineshop ausmachen

von André Podeyn, 03.05.16



Der E-Commerce-Markt ist hart umkämpft. Worauf müssen Onlinehändler beim Shopdesign achten, um gegenüber der Konkurrenz punkten zu können?

Heutzutage ist es für Onlinehändler immer schwerer, eine Produktnische zu finden. Deshalb müssen sie sich zusätzliche Differenzierungsmerkmale suchen, um mit ihrem Shop erfolgreich zu sein. Besonders wichtig ist hierbei das Einkaufserlebnis in Form eines attraktiven Shopdesigns. Designtrends ändern sich jedoch schnell und was heute als angesagt gilt, kann im kommenden Jahr schon wieder veraltet sein. Anhand von fünf Trends zeigen wir Ihnen, worauf in 2016 geachtet werden sollte.

1. Je bunter die Produkte, desto schlichter das Shopdesign

Was im ersten Moment etwas widersprüchlich klingen mag, setzen die meisten großen Fashionshops konsequent um. Der Fokus liegt klar auf den Produktfotos, das umgebende Design ist minimalistisch, oftmals sogar komplett in Schwarz-Weiß gehalten. Die Aufmerksamkeit des Kunden wird so direkt auf die Produkte gelenkt – eine bunte Farbenpracht würde hier nur ablenken. Stationäre Ladengeschäfte verfahren übrigens ähnlich. Sie werden in den seltensten Fällen erleben, dass bunte Kleidungsstücke in einem bunten Regal verkauft werden. Bei technischen und farbarmen Produkten gilt natürlich Gegenteiliges: Hier sollten Sie im Shopdesign mit Farben arbeiten, um auch ohne bunte Produkte einen fröhlich anmutenden Shop präsentieren zu können.

2. Bewegung im Design wird immer rückläufiger

Noch vor ein bis zwei Jahren galten rotierende Content Slider als unverzichtbar. Aktuelle Studien zeigen jedoch, dass sich Content Slider negativ auf die Conversion Rate auswirken können. Darüber hinaus verstecken Content Slider manche Shopinhalte mitunter sogar, denn nur wenige Kunden warten, bis alle drei oder vier Slides durchgescrollt sind. Setzen Sie daher lieber auf einzelne statische Bilder mit einem klaren Call-to-Action-Button, die Sie beispielsweise wöchentlich austauschen. Vier Bilder in vier Wochen sind besser als vier Wochen mit dem gleichen Content Slider.

3. Übertreiben Sie es nicht mit dem Content

„Content is King“ – schon lange ein Kandidat für das Phrasenschwein, aber dennoch weiterhin gültig. Achten Sie jedoch darauf, Ihre Kunden nicht mit langen Texten zu überfordern. Halten Sie die richtige Balance zwischen Bildern und Text und präsentieren Sie alles in leicht zu verarbeitender Form. Am wichtigsten ist es, dass Ihre Message klar ist und Kunden Ihr Angebot auf einen Blick erkennen können. Bei Texten, die doch etwas länger sind, sollten Sie zuallererst mit den wichtigsten Informationen beginnen, sodass Ihre Kunden sie schnell erkennen. Daraufhin können sie dann entscheiden, ob sie den Text weiterlesen möchten.

4. Klare Struktur und klare Botschaften

Ein ungeschriebenes Gesetz im Onlinemarketing besagt, dass der Nutzer innerhalb von maximal vier Sekunden die wichtigsten Informationen einer Webseite verstehen muss. Ansonsten kann es passieren, dass er die Seite schnell wieder verlässt. Sie sollten sich fragen, ob das Thema Ihres Onlineshops und seine Alleinstellungsmerkmale in wenigen Sekunden vermittelt werden. Damit dies gelingt, muss Ihr Shop klar strukturiert sein und klare Botschaften übermitteln.

5. Mega-Menüs für einfache Navigation

Um Besucher eines Shops schnell und einfach zum gewünschten Ziel zu führen, eignet sich ein sogenanntes Mega-Menü als Navigationshilfe besonders gut. Bei einem Mega-Menü werden beim Bewegen des Mauszeigers über einen Menüpunkt sämtliche Unterpunkte übersichtlich dargestellt. Der Vorteil für Ihre Kunden: Bei einem herkömmlichen Drop-Down-Menü muss sich der Nutzer mühsam von Untermenü zu Untermenü hangeln. Das wird oft zum Geschicklichkeitsspiel und kann Nerven kosten. In einem Mega-Menü findet er hingegen sofort die passende Kategorie. Somit gelangt er schneller zu seinem gewünschten Produkt und ist eher geneigt, bei Ihnen einzukaufen. Ein Mega-Menü ist allerdings nur dann zu empfehlen, wenn Ihr Sortiment groß genug ist und Sie über eine Kategoriestruktur von mindestens drei Ebenen verfügen.

Hinweis: Dieser Artikel ist zuerst auf onlinemarketing.de erschienen.

Über den Autor


ist Senior E-Commerce Trainer bei ePages und berät seit 2012 die Partner und Kunden von ePages. Auf über 25 Veranstaltungen der ePages academy in Deutschland, Spanien und Großbritannien hat er Onlinehändler zum Erfolg gecoacht.

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